Freitag, 26. Juni 2015

Ephemera-Boxen aus Cardstock



Ihr wisst ja, wie das ist.
Man kommt aus dem Urlaub nach Hause, die Taschen voller Zettel, Karten, Bons, Flyer und Tickets. Dazu noch die Ansichtskartensammlung, und so Zeug wie Muscheln, schöne kleine Steine, getrocknetes Meeresgetier oder Cocktailumrührstäbchen und kleine Papierschirmchen.
(Und weil es im Deutschen für dieses ganze Sammelsurium kleiner Zettelchen in der Tat keinen sinnvollen Oberbegriff zu geben scheint, nennen wir es ruhig mal Ephemera. Obwohl ich das Wort eigentlich immer ein wenig sonderbar finde.)


Das alles kann oder soll ja nun nicht unbedingt mit im Urlaubsfotoalbum untergebracht werden - man will es natürlich aber auch keinesfalls wegschmeißen. Sind ja so schöne Erinnerungen.
Um diesen ganzen Mitbringseln ein angemessenes Zuhause zu geben, zeige ich euch jetzt, wie ihr mit sehr wenig Aufwand Kartönchen aus Cardstock herstellen könnt, in denen alles nach Urlauben getrennt aufbewahrt werden kann, und die sich zusätzlich noch hübsch im Regal machen. Je mehr, desto hübscher. :)

Sie lassen sich - im Gegensatz zu den Holzboxen, die mich beim Surfen auf Pinterest zu dieser Idee inspiriert haben - sehr schnell, einfach und kostengünstig aus dem Material herstellen, das jeder von uns sowieso haufenweise zu Hause hat. Dies ist besonders von Vorteil, wenn man auf einen Schlag mehrere Boxen für verschiedene Urlaube machen möchte.
Es lassen sich übrigens natürlich auch gut die Urlaubsfotos schon mal vorsortiert darin aufbewahren! Dann muss man sich mit den Alben nicht so unter Druck setzen. ;)

 Also los.
 Hier seht ihr das Schnittmuster für die Schachtelteile:
 (gestrichelte Linien falzen, rote Linien einschneiden)


Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
Entweder, ihr entscheidet euch für eine zweiteilige Schachtel mit losem Deckel - dann arbeitet ihr das Unterteil einfach zweimal.
Oder ihr möchtet den Deckel lieber am Unterteil befestigt haben, in der Art eines Pizzakartons. Dann wird dieser mit der gekennzeichneten Klebefläche an eine Längsseite des fertigen Unterteils angeklebt.


Geklebt habe ich das Ganze mit doppelseitigem Klebeband. Das hält nicht nur sofort, sondern auch am besten.

Falls ihr "normalen" Cardstock (oder festes PP) benutzt, lässt sich die Schachtel problemlos schließen. Solltet ihr besonders dicken CS verwenden, kann das etwas knapp und das Schließen unter Umständen ein bisschen hakelig werden. Wer also auf Nummer Sicher gehen will, macht den Deckel 2-3 mm größer als das Unterteil. Nicht zu viel, der Deckel soll ja aber schließlich auch von alleine zu bleiben.
(Wenn ihr die einteilige Variante nachbastelt, am besten den fertigen Deckel über das Unterteil stülpen und erst dann die Lasche hinten festkleben. Dann gibt es beim Schließen keine Probleme.)


Zur besseren Bedienbarkeit habe ich am Deckel noch ein halbrundes Eingriffsloch ausgestanzt und die hinteren Ecken vom Deckel abgerundet.

Die Schachtel hat ein Innenmaß von 22 x 16 cm, so dass Flyer in der gängigen Größe oder auch zur Hälfte gefaltete A4-Unterlagen gut hineinpassen.
Die Höhe ist im Schnittmuster mit 4 cm angegeben; ich habe dann aber einfach auf dem ScorPal bei 1½" gefalzt. Das ist fast dasselbe. ;)
Bei Bedarf könnt ihr die Schachtel natürlich auch einfach höher oder niedriger machen. Lässt sich ja alles mühelos den individuellen Bedürfnissen anpassen.

Der äußeren und auch inneren Gestaltung sind natürlich keine Grenzen gesetzt.
Ich würde allerdings nicht unbedingt voluminöse Embellies oben auf dem Deckel empfehlen, damit sich die Schachteln gut stapeln lassen. ;)


Ich habe meine Beispielboxen sehr schlicht gehalten und nur innen und obendrauf mit Landkartenseiten bzw. dem Vorsatzpapier aus einem 50er-Jahre-Atlas beklebt.


Beschriftet werden kann an der Längs- oder Querseite; je nachdem, wo und wie der Schachtelstapel im Regal stehen soll.


Kommentare:

  1. Geniale Idee und Umsetzung!
    Liebe Grüße,
    Heike

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  2. Wow, sind die schön geworden. Besonders mit der weißen Beschriftung. Die würde ich mir auch schon mal auf Vorrat ins Regal stellen, falls man da mal hinkommt...

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  3. Was hast du doch immer für geniale Ideen, - und anscheinend sehr viel Zeit zum werkeln. Cool gemacht! LG Tanja

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  4. Das sieht echt genial aus! Wirklich eine tolle Idee und super Umsetzung!
    Liebe Grüße Evi

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  5. Sehr genial!! Danke fürs Zeigen, erklären, inspirieren!

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  6. Geniale Idee, ich glaube die brauch ich auch! Was sind denn das für Buchstaben?

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    1. Da hab ich so ein Stanzalphabet ... aber von wem das wohl mal war? Keine Ahnung; tut mir leid. Ich tüte die Stanzen ja immer aus. :(

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    2. Huhu,
      ich glaub, das ist "by the letters" von Die Namics (mft) . Die Buchstaben sind ca 2cm hoch.
      Sieht stark aus!!!
      Bin begeistert!
      Lieben Gruß
      Karin aus HH

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  7. total gute Idee, werde ich abkupfern :-)

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  8. Sandra ,sehr geniale Idee.Danke für die Anleitung .-))
    Grüsse Dagmar

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  9. Klasse Aufbewahrungsmöglichkeit für Erinnerungen. Ich habe gleich zwei Boxen nach deiner Anleitung gewerkelt um Kleinigkeiten von 2007 zu verstauen. Nun muss ich noch ein wenig CS bestellen und nach Lieferung brauch ich noch drei! Dann können die Schuhkartons in den Müll!

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  10. lol, ich bin also nicht die Einzige, die Cocktailumrürstäbchen einsteckt??? Suuuuper :)
    Klasse Idee, werd ich mir auf jeden Fall merken, denn auch bei mir sammeln sich Ephemera an. Danke fürs Teilen!

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  11. was ne geile Idee - und das sieht soooooooooo toll aus...
    wird gepinnt und nachgemacht....ganz sicher...

    Danke für den tip und die Anleitung

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  12. sieht klasse aus,
    so was ähnliches habe ich schon mal bei creativmama gesehen und immer noch auf der Suche nach einer größeren Alternative (LP Versand Kartons),
    ist aber vielleicht die Lösung für meine Papierschnipsel , sozusagen farblich abgestimmt

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